Eine anziehende Konjunktur bringt immer auch personelle Probleme mit sich. Es wird Personal benötigt, der Bewerbermarkt ist leer gefegt, die Auftragsbücher sind voll, das entsprechend qualifizierte Personal zur Erfüllung der Aufträge fehlt. Folglich sind die Personalabteilungen der Unternehmen damit beschäftigt entsprechende Bewerber/innen zu suchen, Stellenangebote aufzugeben, Unterlagen zu sichten und Arbeitsverträge abzuschließen – oftmals auch mit Abstrichen bezüglich der Qualifikation der benötigten Mitarbeiter.
Viele Unternehmen beauftragen in solchen Fällen Personaldienstleister, Zeit- oder Leiharbeitsfirmen oder Personalvermittler. Oftmals kommt es aber vor, dass auch die beauftragten Personaldienstleister nicht das gewünschte Personal zum benötigten Zeitpunkt zur Verfügung stellen können. Folglich beginnt eine zeit- und kostenintensive Recherche nach Personaldienstleistern, die eventuell doch das passende Personal rechtzeitig zur Verfügung stellen können. Es werden Telefonate geführt, Tarife oder Vermittlungsprovisionen verhandelt, Profile gesichtet etc.
Genau hier setzt http://www.lookajob.de an.
Lookajob.de ist die Internetplattform auf der Personaldienstleister und Personalvermittler einen Pool von Arbeitssuchenden zugreifen können, Stellenanzeigen schalten und online Anfragen von Kundenunternehmen erhalten. Gleichzeitig können Bewerberprofile oder einsatzfreies Stammpersonal in die Datenbanken von Lookajob.de eingegeben werden und so interessierten Kundenunternehmen zur direkten Einsicht zur Verfügung gestellt werden.
Kundenunternehmen können einen oder gleich mehreren Personaldienstleistern ihre Personalanfrage online stellen und sich so intensive Recherchen und zeitaufwändige Anfrage- und Verhandlungstelefonate sparen. Gleichzeitig kann in den Datenbanken nach einsatzfreiem Stammpersonal von Zeitarbeitsfirmen oder verfügbaren Bewerbern von Personalvermittlern gesucht werden. Schnelle Reaktionszeiten in Zeiten personeller Engpässe sind durch die Nutzung von http://www.lookajob.de garantiert.
Arbeitssuchende finden aktuelle Arbeitsstellen von Personaldienstleistern und können sich direkt online auf ausgeschriebene Arbeitsstellen bewerben. Nach erfolgter Bewerbung kann man sich dann einen „Nachweis zur aktiven Arbeitssuche“ ausdrucken, der den Ämtern vorgelegt werden kann.
http://www.lookajob.de ist bisher das einzige Internetportal in Deutschland, das die Interessen aller Nutzergruppen auf einer einzigen Internetpräsenz vereint.
Überzeugen Sie sich selbst von der Leistungsfähigkeit dieses einzigartigen Internetportals.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Ihr Lookajob.de Team
Samstag, 13. November 2010
Montag, 8. November 2010
Doktor Leiharbeiter, bitte kommen
In den Kliniken fehlen Mediziner. Die meisten sind auf Honorarärzte angewiesen.
Barbara Rundler arbeitet seit zwei Monaten als Chirurgin in einem Krankenhaus in Süddeutschland, als ein 80-Jähriger mit Becken- und Rippenfraktur eingeliefert wird. Der Fall ist kompliziert: Der Oberarzt hat acht Wochen Bettruhe verordnet, doch ein alter Mensch kommt nach so langer Zeit kaum wieder auf die Beine. Rundler entscheidet gegen den Willen des Vorgesetzten, dass der Mann schnell wieder mobilisiert wird. Was ihr im normalen Klinikalltag jede Menge Ärger hätte einbringen können, ficht die 44-Jährige nicht an: Sie ist Honorarärztin und nur ihrem Gewissen verpflichtet. Eine Leiharbeiterin. Doch in ihrem Metier ist das kein Makel. Im Gegenteil. Viele Ärzte wählen diesen Status ganz bewusst.
Anzeige
»Mit 40 waren durchgemachte Nächte über meiner Belastungsgrenze«, sagt Rundler. Zeit für Privatleben und Freunde blieb ihr bei einer 80-Stunden-Woche nicht mehr. Oft kamen mit Überstunden und Bereitschaftsdiensten sogar mehr als 100 Stunden zusammen. Vor einem halben Jahr gab die Ärztin deshalb ihre Festanstellung nach zwölf Jahren auf und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit.
Etwa 5000 Ärzte arbeiten nach Schätzungen des Bundesverbandes der Honorarärzte in Deutschland wie Rundler als Freelancer. Die Kliniken sind auf die Leihärzte angewiesen. Der Mangel an Fachärzten zeigt sich nicht nur in Hausarztpraxen in Ostdeutschland. Er trifft nicht nur kleine Krankenhäuser in dünn besiedelten Regionen. Auch in Kliniken in Großstädten klaffen Lücken in den Dienstplänen. Nach einer Studie der deutschen Krankenhausgesellschaft können derzeit rund 5500 Arztstellen nicht besetzt werden.
Von der dünnen Personaldecke profitieren die Honorarärzte. Um sie hat sich seit zwei Jahren sogar eine eigene Nischenindustrie entwickelt: Arztvermittlungsagenturen. Sie funktionieren ähnlich wie Zeitarbeitsfirmen. Die Agenturen vermitteln die Mediziner für Monate, Wochen oder auch nur wenige Tage an Praxen oder Kliniken. Barbara Rundler ist in den Karteien von gleich drei Agenturen gelistet und bekommt pro Tag zehn bis zwölf Arbeitsangebote per Mail. Sie zahlt für die Vermittlung nichts. Die Gebühr in Höhe von fünf bis zehn Prozent eines Tageshonorars tragen die Krankenhäuser.
Für die sind die Leihärzte alles andere als eine billige Lösung, um Bedarfsspitzen abzudecken. Ein Honorararzt kostet mit 60 bis 80 Euro pro Stunde je nach Einsatz und Qualifikation fast das Doppelte eines fest angestellten Kollegen. Doch die Kliniken haben keine Wahl. Ärzte sind Mangelware, viele Krankenhäuser bekommen auf ihre Stellenanzeigen kaum Resonanz.
Jochen Jouaux gründete 2001 die Facharztagentur in Bielefeld und gehört damit zu den Pionieren der Branche. Er ist Anästhesist und ging 1993 nach der Facharztausbildung nach Großbritannien als »Locum Doc« – wie Honorarärzte dort genannt werden. In den neunziger-Jahren herrschte in Deutschland eine Arztschwemme, Jobs waren rar und schlecht bezahlt. »Nach sechs Jahren Studium habe ich mit einem Vollzeitjob in der Klinik gerade mal 1000 Mark verdient«, sagt Jouaux. In England habe es ihm gefallen, in flachen Hierarchien zu arbeiten. »Man ist als Arzt unabhängiger und kann mehr selbst bestimmen.«
Zurück in Deutschland, importierte er die Idee der reisenden Ärzte. Anfangs zog er mit Handy und Laptop durch die Lande und vermittelte Ärzte, während er selbst noch als Anästhesist arbeitete. Mit seinem Konzept stieß er in eine Marktlücke.
2001 teilten sich fünf Agenturen den Vermittlungsmarkt. Bis 2007 änderte sich daran kaum etwas. Erst danach begann der Boom: Die Zahl der Agenturen wuchs binnen drei Jahren auf heute etwa 140. Große Zeitarbeitsfirmen sind in den Markt bislang nicht eingestiegen. »Ihnen fehlt das Know-how«, meint Jouaux. Man müsse selbst im Krankenhaus gearbeitet haben und die Probleme im Klinikalltag kennen, um für beide Seiten annehmbare Verträge aushandeln zu können.»Besonders gefragt sind Anästhesisten und Internisten, da ist der Markt wie leer gefegt«, sagt Steffen Schüler von der Agentur Doc to Rent. Er vermittelt nur Mediziner mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung. Für das Honorararztwesen entscheiden sich Ärzte aus den unterschiedlichsten Motiven: Es gibt Wiedereinsteiger, meist Frauen, die aus dem Mutterschutz zurückkommen, Chefärzte, die auch noch nach dem 65. Lebensjahr arbeiten wollen, Gelegenheitsjobber, die sich in ihrer Freizeit Geld dazuverdienen wollen, und Aussteiger wie Barbara Rundler. »Mir hat die Wertschätzung in meinem Beruf gefehlt«, sagt sie. Als Honorarärztin habe sie zum ersten Mal das Gefühl, für ihre Arbeit auch fair entlohnt zu werden. Sie verdient 40 Prozent mehr als früher, muss sich jedoch selbst um Krankenversicherung und Rente kümmern. So relativiert sich das höhere Gehalt.
Viele Honorarärzte zieht es dennoch wieder in die Festanstellung. »Nach unserer Erfahrung arbeiten die meisten Ärzte nur ein bis zwei Jahre auf Honorar«, sagt Schüler. Das Herumreisen und ständige neu Eingewöhnen sei vielen auf die Dauer zu anstrengend.
In welchen Kliniken die Ärzte aus seiner Kartei eingesetzt werden, will Schüler nicht verraten. Für die meisten Krankenhäuser gilt es noch immer als Makel, auf Externe angewiesen zu sein, sie sprechen ungern darüber. »Viele haben Angst, dass Patienten Honorarärzte als Merkmal für mindere Qualität werten könnten«, sagt Nicolai Schäfer, Vorsitzender des Bundesverbandes der Honorarärzte. »Das Honorararztwesen rüttelt an unserem Bild vom Arzt, der stets für den Patienten da ist, so wie es in der Schwarzwaldklinik gezeigt wird.« Dieses Bild entspreche längst nicht mehr der Realität. Die Kliniken bemühen sich denn auch, ohne Honorarärzte auszukommen. Barbara Rundler ist bisher nach jedem ihrer Einsätze gefragt worden, ob sie nicht in eine Festanstellung wechseln wolle.
Viele Krankenhäuser beginnen, das Betriebsklima zu verbessern, um sich im Wettbewerb um die begehrten Fachkräfte besser verkaufen zu können. »In den achtziger und neunziger Jahren gab es ein Überangebot an Ärzten in Deutschland, was dazu führte, dass ihre Behandlung oft zu wünschen übrig ließ«, sagt Norbert Helming, Geschäftsführer der Christophorus-Klinken mit Standorten in Coesfeld, Dülmen und Nottuln. Die Kliniken bieten seit drei Jahren Weiterbildungen für Ärzte an. Eine Kita soll den Arbeitsplatz, zusätzlich attraktiv machen. Helming ist froh, dass die Anstrengungen ihre Wirkung zeigen und die Klinik inzwischen nicht mehr auf Honorarärzte angewiesen ist. »Externe bringen extreme Unruhe ins Krankenhaus, weil sie fast doppelt so viel Geld bekommen wie fest angestellte Ärzte. Das vergiftet die Stimmung im Haus.«
Woran liegt es, dass es so wenige Ärzte auf dem Markt gibt? 2009 ist doch die Zahl der gemeldeten Mediziner bei den Landesärztekammern gegenüber 2008 um zwei Prozent auf fast 430.000 gestiegen. Ärztemangel und steigende Medizinerzahl sind offensichtlich kein Widerspruch. Denn gleichzeitig steigt der Behandlungsbedarf der Bevölkerung.
An den Universitäten ist die Anzahl der Studienplätze sogar gestiegen: Im Wintersemester 2000/2001 gab es rund 7800, im Wintersemester 2009/2010 waren es bereits 8500 Studienplätze. Doch die ausgebildeten Ärzte kommen nicht in den Krankenhäusern an. Die Lücke entsteht zwischen Studium und Berufsstart. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung ergreifen rund 40 Prozent der Medizinstudenten keinen klassischen Arztberuf, sondern gehen in die Wirtschaft.
»Es sind Elitestudenten, die die Hürde des Numerus clausus geschafft haben. Für sie ist es heute nicht mehr attraktiv, als Arzt zu arbeiten«, sagt Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer. Die einzige Lösung, um wieder mehr Ärzte in die Kliniken zu holen, sieht Hoppe in einem alternativen Zulassungssystem, das auch die Sozialkompetenz zum Arztberuf prüft und nicht allein die Note erfasst.
Bislang gibt es jedoch seitens der Universitäten keine Bestrebungen, das Zulassungssystem zu ändern. Jochen Jouaux macht sich jedenfalls keine Sorgen um sein Unternehmen: »Durch die lange Studienzeit der Ärzte wird es Jahrzehnte dauern, bis die Kliniken nicht mehr auf Honorarärzte angewiesen sind.«
Quelle: Zeit.de
In eigener Sache
Lookajob befasst sich mit genau diesem Thema - Leiharbeit, Personaldienstleistung und Personalvermittlung. Der Fachkräftemangel in Deutschland betrifft immer mehr Unternehmen. Hier kann Lookajob helfen vorzubeugen und Personalenpässe vermeiden. Unsere Nutzer sind im Regelfall auf die verschiedensten Bereiche der Arbeitnehmerüberlassung und Personaldienstleistung spezialisiert, unter anderem auch im medizinischen Bereich.
Schauen Sie doch einfach mal auf Lookajob nach und überzeugen sich selbst von der Leistungsfähigkeit dieses einzigartigen Internetportals.
Barbara Rundler arbeitet seit zwei Monaten als Chirurgin in einem Krankenhaus in Süddeutschland, als ein 80-Jähriger mit Becken- und Rippenfraktur eingeliefert wird. Der Fall ist kompliziert: Der Oberarzt hat acht Wochen Bettruhe verordnet, doch ein alter Mensch kommt nach so langer Zeit kaum wieder auf die Beine. Rundler entscheidet gegen den Willen des Vorgesetzten, dass der Mann schnell wieder mobilisiert wird. Was ihr im normalen Klinikalltag jede Menge Ärger hätte einbringen können, ficht die 44-Jährige nicht an: Sie ist Honorarärztin und nur ihrem Gewissen verpflichtet. Eine Leiharbeiterin. Doch in ihrem Metier ist das kein Makel. Im Gegenteil. Viele Ärzte wählen diesen Status ganz bewusst.
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»Mit 40 waren durchgemachte Nächte über meiner Belastungsgrenze«, sagt Rundler. Zeit für Privatleben und Freunde blieb ihr bei einer 80-Stunden-Woche nicht mehr. Oft kamen mit Überstunden und Bereitschaftsdiensten sogar mehr als 100 Stunden zusammen. Vor einem halben Jahr gab die Ärztin deshalb ihre Festanstellung nach zwölf Jahren auf und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit.
Etwa 5000 Ärzte arbeiten nach Schätzungen des Bundesverbandes der Honorarärzte in Deutschland wie Rundler als Freelancer. Die Kliniken sind auf die Leihärzte angewiesen. Der Mangel an Fachärzten zeigt sich nicht nur in Hausarztpraxen in Ostdeutschland. Er trifft nicht nur kleine Krankenhäuser in dünn besiedelten Regionen. Auch in Kliniken in Großstädten klaffen Lücken in den Dienstplänen. Nach einer Studie der deutschen Krankenhausgesellschaft können derzeit rund 5500 Arztstellen nicht besetzt werden.
Von der dünnen Personaldecke profitieren die Honorarärzte. Um sie hat sich seit zwei Jahren sogar eine eigene Nischenindustrie entwickelt: Arztvermittlungsagenturen. Sie funktionieren ähnlich wie Zeitarbeitsfirmen. Die Agenturen vermitteln die Mediziner für Monate, Wochen oder auch nur wenige Tage an Praxen oder Kliniken. Barbara Rundler ist in den Karteien von gleich drei Agenturen gelistet und bekommt pro Tag zehn bis zwölf Arbeitsangebote per Mail. Sie zahlt für die Vermittlung nichts. Die Gebühr in Höhe von fünf bis zehn Prozent eines Tageshonorars tragen die Krankenhäuser.
Für die sind die Leihärzte alles andere als eine billige Lösung, um Bedarfsspitzen abzudecken. Ein Honorararzt kostet mit 60 bis 80 Euro pro Stunde je nach Einsatz und Qualifikation fast das Doppelte eines fest angestellten Kollegen. Doch die Kliniken haben keine Wahl. Ärzte sind Mangelware, viele Krankenhäuser bekommen auf ihre Stellenanzeigen kaum Resonanz.
Jochen Jouaux gründete 2001 die Facharztagentur in Bielefeld und gehört damit zu den Pionieren der Branche. Er ist Anästhesist und ging 1993 nach der Facharztausbildung nach Großbritannien als »Locum Doc« – wie Honorarärzte dort genannt werden. In den neunziger-Jahren herrschte in Deutschland eine Arztschwemme, Jobs waren rar und schlecht bezahlt. »Nach sechs Jahren Studium habe ich mit einem Vollzeitjob in der Klinik gerade mal 1000 Mark verdient«, sagt Jouaux. In England habe es ihm gefallen, in flachen Hierarchien zu arbeiten. »Man ist als Arzt unabhängiger und kann mehr selbst bestimmen.«
Zurück in Deutschland, importierte er die Idee der reisenden Ärzte. Anfangs zog er mit Handy und Laptop durch die Lande und vermittelte Ärzte, während er selbst noch als Anästhesist arbeitete. Mit seinem Konzept stieß er in eine Marktlücke.
2001 teilten sich fünf Agenturen den Vermittlungsmarkt. Bis 2007 änderte sich daran kaum etwas. Erst danach begann der Boom: Die Zahl der Agenturen wuchs binnen drei Jahren auf heute etwa 140. Große Zeitarbeitsfirmen sind in den Markt bislang nicht eingestiegen. »Ihnen fehlt das Know-how«, meint Jouaux. Man müsse selbst im Krankenhaus gearbeitet haben und die Probleme im Klinikalltag kennen, um für beide Seiten annehmbare Verträge aushandeln zu können.»Besonders gefragt sind Anästhesisten und Internisten, da ist der Markt wie leer gefegt«, sagt Steffen Schüler von der Agentur Doc to Rent. Er vermittelt nur Mediziner mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung. Für das Honorararztwesen entscheiden sich Ärzte aus den unterschiedlichsten Motiven: Es gibt Wiedereinsteiger, meist Frauen, die aus dem Mutterschutz zurückkommen, Chefärzte, die auch noch nach dem 65. Lebensjahr arbeiten wollen, Gelegenheitsjobber, die sich in ihrer Freizeit Geld dazuverdienen wollen, und Aussteiger wie Barbara Rundler. »Mir hat die Wertschätzung in meinem Beruf gefehlt«, sagt sie. Als Honorarärztin habe sie zum ersten Mal das Gefühl, für ihre Arbeit auch fair entlohnt zu werden. Sie verdient 40 Prozent mehr als früher, muss sich jedoch selbst um Krankenversicherung und Rente kümmern. So relativiert sich das höhere Gehalt.
Viele Honorarärzte zieht es dennoch wieder in die Festanstellung. »Nach unserer Erfahrung arbeiten die meisten Ärzte nur ein bis zwei Jahre auf Honorar«, sagt Schüler. Das Herumreisen und ständige neu Eingewöhnen sei vielen auf die Dauer zu anstrengend.
In welchen Kliniken die Ärzte aus seiner Kartei eingesetzt werden, will Schüler nicht verraten. Für die meisten Krankenhäuser gilt es noch immer als Makel, auf Externe angewiesen zu sein, sie sprechen ungern darüber. »Viele haben Angst, dass Patienten Honorarärzte als Merkmal für mindere Qualität werten könnten«, sagt Nicolai Schäfer, Vorsitzender des Bundesverbandes der Honorarärzte. »Das Honorararztwesen rüttelt an unserem Bild vom Arzt, der stets für den Patienten da ist, so wie es in der Schwarzwaldklinik gezeigt wird.« Dieses Bild entspreche längst nicht mehr der Realität. Die Kliniken bemühen sich denn auch, ohne Honorarärzte auszukommen. Barbara Rundler ist bisher nach jedem ihrer Einsätze gefragt worden, ob sie nicht in eine Festanstellung wechseln wolle.
Viele Krankenhäuser beginnen, das Betriebsklima zu verbessern, um sich im Wettbewerb um die begehrten Fachkräfte besser verkaufen zu können. »In den achtziger und neunziger Jahren gab es ein Überangebot an Ärzten in Deutschland, was dazu führte, dass ihre Behandlung oft zu wünschen übrig ließ«, sagt Norbert Helming, Geschäftsführer der Christophorus-Klinken mit Standorten in Coesfeld, Dülmen und Nottuln. Die Kliniken bieten seit drei Jahren Weiterbildungen für Ärzte an. Eine Kita soll den Arbeitsplatz, zusätzlich attraktiv machen. Helming ist froh, dass die Anstrengungen ihre Wirkung zeigen und die Klinik inzwischen nicht mehr auf Honorarärzte angewiesen ist. »Externe bringen extreme Unruhe ins Krankenhaus, weil sie fast doppelt so viel Geld bekommen wie fest angestellte Ärzte. Das vergiftet die Stimmung im Haus.«
Woran liegt es, dass es so wenige Ärzte auf dem Markt gibt? 2009 ist doch die Zahl der gemeldeten Mediziner bei den Landesärztekammern gegenüber 2008 um zwei Prozent auf fast 430.000 gestiegen. Ärztemangel und steigende Medizinerzahl sind offensichtlich kein Widerspruch. Denn gleichzeitig steigt der Behandlungsbedarf der Bevölkerung.
An den Universitäten ist die Anzahl der Studienplätze sogar gestiegen: Im Wintersemester 2000/2001 gab es rund 7800, im Wintersemester 2009/2010 waren es bereits 8500 Studienplätze. Doch die ausgebildeten Ärzte kommen nicht in den Krankenhäusern an. Die Lücke entsteht zwischen Studium und Berufsstart. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung ergreifen rund 40 Prozent der Medizinstudenten keinen klassischen Arztberuf, sondern gehen in die Wirtschaft.
»Es sind Elitestudenten, die die Hürde des Numerus clausus geschafft haben. Für sie ist es heute nicht mehr attraktiv, als Arzt zu arbeiten«, sagt Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer. Die einzige Lösung, um wieder mehr Ärzte in die Kliniken zu holen, sieht Hoppe in einem alternativen Zulassungssystem, das auch die Sozialkompetenz zum Arztberuf prüft und nicht allein die Note erfasst.
Bislang gibt es jedoch seitens der Universitäten keine Bestrebungen, das Zulassungssystem zu ändern. Jochen Jouaux macht sich jedenfalls keine Sorgen um sein Unternehmen: »Durch die lange Studienzeit der Ärzte wird es Jahrzehnte dauern, bis die Kliniken nicht mehr auf Honorarärzte angewiesen sind.«
Quelle: Zeit.de
In eigener Sache
Lookajob befasst sich mit genau diesem Thema - Leiharbeit, Personaldienstleistung und Personalvermittlung. Der Fachkräftemangel in Deutschland betrifft immer mehr Unternehmen. Hier kann Lookajob helfen vorzubeugen und Personalenpässe vermeiden. Unsere Nutzer sind im Regelfall auf die verschiedensten Bereiche der Arbeitnehmerüberlassung und Personaldienstleistung spezialisiert, unter anderem auch im medizinischen Bereich.
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Jobmotor Zeitarbeit
von Axel Schrinner
DÜSSELDORF. Mit sinkender Arbeitslosigkeit wachsen die Probleme der Wirtschaft, qualifiziertes Personal zu finden. Inzwischen klagen schon 27 Prozent der mittelständischen Unternehmen über Fachkräftemangel, heißt es in einer DZ-Bank-Studie. Große Unternehmen seien weit stärker betroffen als kleinere. Der Fachkräftemangel ziehe sich durch alle Branchen; am schlimmsten sei die Lage in der Metall- und Elektroindustrie und auf dem Bau. Insgesamt sei die Lage deutlich prekärer als vor fünf Jahren, so die Studie.
Dazu passend meldete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag, dass nicht nur die Zahl der Arbeitslosen auf 2,945 Millionen gesunken ist, sondern auch die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ein neues Allzeithoch erreicht hat. „Der Arbeitsmarkt profitiert von der guten Konjunktur“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.
Die positive Entwicklung zeige sich auch im Rückgang bei der Kurzarbeit: Nach den jüngsten Daten vom August wurde nur noch an 173 000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt – das ist etwa ein Zehntel der bisherigen Höchstmarke im Mai 2009. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch“, betonte Weise.
Tatsächlich ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen höher als vor einem Jahr. Nur: Deutlich mehr Jobs gibt es vor allem in der Zeitarbeit mit einem Plus von 33,7 Prozent. Im Gesundheits- und Sozialwesen stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 3,5 Prozent und in wirtschaftlichen Dienstleistungen ohne Zeitarbeit um 2,9 Prozent. Nur im verarbeitenden Gewerbe war die Beschäftigtenzahl um 53 000 niedriger als im Vorjahr.
Wie passt das zu den Klagen der Industrie über Fachkräftemangel? Für Gustav Horn vom gewerkschaftsnahen Wirtschaftsforschungsinstitut IMK ist der Fall klar: „Die Wirtschaft will die Fachkräfte zum selben Preis wie in der Krise. Doch wenn etwas knapp ist, muss der Preis steigen; in diesem Fall ist das der Lohn“, sagte Horn. Und dies beklagten die Unternehmen eben.
Zudem legen die Daten der Bundesagentur nahe, dass in der Industrie der Trend anhält, einfache Arbeitsplätze abzubauen und die Jobs durch Zeitarbeiter erledigen zu lassen. DGB-Vorstand Claus Matecki nennt dies „Missbrauch der Leiharbeit“. Ende des Jahres dürfte es mehr als eine Million Leiharbeiter geben, schätzt der Gewerkschaftsbund. Dagegen sehen die Arbeitgeber in der Zeitarbeit vor allem die Chance für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose auf einen Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Kein Ende des Jobwunders in Sicht
Gleichzeitig gilt die Zeitarbeit aber auch als Frühindikator für die künftige Entwicklung des Arbeitsmarkts: In der Frühphase eines Konjunkturaufschwungs fragen die Unternehmen erst einmal mehr Zeitarbeiter nach. Je mehr die Konjunktur dann Fahrt aufnimmt, desto stärker schiebt sich allmählich die Nachfrage nach neuem Stammpersonal in den Vordergrund.
Wenn diese Mechanik tatsächlich funktionieren sollte, dann stünden dem deutschen Arbeitsmarkt die rosigsten Zeiten erst noch bevor. Denn in der Stellenstatistik der BA gibt es zurzeit beachtliche Parallelen zum Aufschwungjahr 2007: Nach längerer Flaute steigt der Anteil der Zeitarbeitsstellen an der Gesamtzahl aller neuen Jobofferten wieder kräftig an.
Und auch die harten Daten signalisieren kein Ende des Jobwunders. Laut BA gab es zuletzt 401 000 freie Arbeitsstellen, von denen 88 Prozent sofort zu besetzen waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutete dies ein Plus von 103 000 freien Stellen. Der BA-Stellenindex BA-X lag mit 143 Punkten um 32 Punkte über dem Niveau des Vorjahres und zudem um zwei Punkte über dem Niveau vor Ausbruch der weltweiten Wirtschaftskrise. Der BA-X bildet saisonbereinigt die Nachfrage nach Arbeitskräften ab.
Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) sieht nun sogar „Vollbeschäftigung in Reichweite“. Damit ein weiterer Abbau der Arbeitslosigkeit möglich werde, müssten qualifikatorische und regionale Ungleichgewichte bei der Arbeitslosigkeit weiter reduziert werden, sagte HWWI-Ökonom Michael Bräuninger. Dazu sei eine angemessene Lohnpolitik ebenso notwendig wie Verbesserungen bei Bildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Laut BA-Forschungsinstitut IAB könnte bis 2020 ein ausgeglichener Arbeitsmarkt entstehen.
Für das Institut für Weltwirtschaft (IfW) ist „die beispiellose Reallohnzurückhaltung“ vor der Krise für das Jobwunder verantwortlich. Diese habe die Arbeitsnachfrage „enorm angekurbelt“, sagte IfW-Arbeitsmarktexperte Jens Boysen-Hogrefe. Zudem hätten die „Reformen zwischen 2003 und 2005 Druck auf die Löhne ausgeübt, so dass die strukturelle Arbeitslosenquote sank“. Dagegen litten Länder mit hohen Lohnkostensteigerungen in früheren Jahren heute unter „merklichen Verwerfungen am Arbeitsmarkt“.
Quelle: Handelsblatt
In eigener Sache
Genau hier setzt Lookajob mit seiner Internetplattform an. Lookajob bietet Personaldienstleistern eine eigene Bewerberbörse sowie eine direkt angeschlossene Auftragsbörse von personalinteressierten Firmen. Stellenausschreibungen, einsatzfreies Personal, Überbrückung von Personalengpässen - dies alles deckt Lookajob mit seiner Internetplattform problemlos ab.
DÜSSELDORF. Mit sinkender Arbeitslosigkeit wachsen die Probleme der Wirtschaft, qualifiziertes Personal zu finden. Inzwischen klagen schon 27 Prozent der mittelständischen Unternehmen über Fachkräftemangel, heißt es in einer DZ-Bank-Studie. Große Unternehmen seien weit stärker betroffen als kleinere. Der Fachkräftemangel ziehe sich durch alle Branchen; am schlimmsten sei die Lage in der Metall- und Elektroindustrie und auf dem Bau. Insgesamt sei die Lage deutlich prekärer als vor fünf Jahren, so die Studie.
Dazu passend meldete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag, dass nicht nur die Zahl der Arbeitslosen auf 2,945 Millionen gesunken ist, sondern auch die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ein neues Allzeithoch erreicht hat. „Der Arbeitsmarkt profitiert von der guten Konjunktur“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.
Die positive Entwicklung zeige sich auch im Rückgang bei der Kurzarbeit: Nach den jüngsten Daten vom August wurde nur noch an 173 000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt – das ist etwa ein Zehntel der bisherigen Höchstmarke im Mai 2009. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch“, betonte Weise.
Tatsächlich ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen höher als vor einem Jahr. Nur: Deutlich mehr Jobs gibt es vor allem in der Zeitarbeit mit einem Plus von 33,7 Prozent. Im Gesundheits- und Sozialwesen stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 3,5 Prozent und in wirtschaftlichen Dienstleistungen ohne Zeitarbeit um 2,9 Prozent. Nur im verarbeitenden Gewerbe war die Beschäftigtenzahl um 53 000 niedriger als im Vorjahr.
Wie passt das zu den Klagen der Industrie über Fachkräftemangel? Für Gustav Horn vom gewerkschaftsnahen Wirtschaftsforschungsinstitut IMK ist der Fall klar: „Die Wirtschaft will die Fachkräfte zum selben Preis wie in der Krise. Doch wenn etwas knapp ist, muss der Preis steigen; in diesem Fall ist das der Lohn“, sagte Horn. Und dies beklagten die Unternehmen eben.
Zudem legen die Daten der Bundesagentur nahe, dass in der Industrie der Trend anhält, einfache Arbeitsplätze abzubauen und die Jobs durch Zeitarbeiter erledigen zu lassen. DGB-Vorstand Claus Matecki nennt dies „Missbrauch der Leiharbeit“. Ende des Jahres dürfte es mehr als eine Million Leiharbeiter geben, schätzt der Gewerkschaftsbund. Dagegen sehen die Arbeitgeber in der Zeitarbeit vor allem die Chance für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose auf einen Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Kein Ende des Jobwunders in Sicht
Gleichzeitig gilt die Zeitarbeit aber auch als Frühindikator für die künftige Entwicklung des Arbeitsmarkts: In der Frühphase eines Konjunkturaufschwungs fragen die Unternehmen erst einmal mehr Zeitarbeiter nach. Je mehr die Konjunktur dann Fahrt aufnimmt, desto stärker schiebt sich allmählich die Nachfrage nach neuem Stammpersonal in den Vordergrund.
Wenn diese Mechanik tatsächlich funktionieren sollte, dann stünden dem deutschen Arbeitsmarkt die rosigsten Zeiten erst noch bevor. Denn in der Stellenstatistik der BA gibt es zurzeit beachtliche Parallelen zum Aufschwungjahr 2007: Nach längerer Flaute steigt der Anteil der Zeitarbeitsstellen an der Gesamtzahl aller neuen Jobofferten wieder kräftig an.
Und auch die harten Daten signalisieren kein Ende des Jobwunders. Laut BA gab es zuletzt 401 000 freie Arbeitsstellen, von denen 88 Prozent sofort zu besetzen waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutete dies ein Plus von 103 000 freien Stellen. Der BA-Stellenindex BA-X lag mit 143 Punkten um 32 Punkte über dem Niveau des Vorjahres und zudem um zwei Punkte über dem Niveau vor Ausbruch der weltweiten Wirtschaftskrise. Der BA-X bildet saisonbereinigt die Nachfrage nach Arbeitskräften ab.
Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) sieht nun sogar „Vollbeschäftigung in Reichweite“. Damit ein weiterer Abbau der Arbeitslosigkeit möglich werde, müssten qualifikatorische und regionale Ungleichgewichte bei der Arbeitslosigkeit weiter reduziert werden, sagte HWWI-Ökonom Michael Bräuninger. Dazu sei eine angemessene Lohnpolitik ebenso notwendig wie Verbesserungen bei Bildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Laut BA-Forschungsinstitut IAB könnte bis 2020 ein ausgeglichener Arbeitsmarkt entstehen.
Für das Institut für Weltwirtschaft (IfW) ist „die beispiellose Reallohnzurückhaltung“ vor der Krise für das Jobwunder verantwortlich. Diese habe die Arbeitsnachfrage „enorm angekurbelt“, sagte IfW-Arbeitsmarktexperte Jens Boysen-Hogrefe. Zudem hätten die „Reformen zwischen 2003 und 2005 Druck auf die Löhne ausgeübt, so dass die strukturelle Arbeitslosenquote sank“. Dagegen litten Länder mit hohen Lohnkostensteigerungen in früheren Jahren heute unter „merklichen Verwerfungen am Arbeitsmarkt“.
Quelle: Handelsblatt
In eigener Sache
Genau hier setzt Lookajob mit seiner Internetplattform an. Lookajob bietet Personaldienstleistern eine eigene Bewerberbörse sowie eine direkt angeschlossene Auftragsbörse von personalinteressierten Firmen. Stellenausschreibungen, einsatzfreies Personal, Überbrückung von Personalengpässen - dies alles deckt Lookajob mit seiner Internetplattform problemlos ab.
In diesen Jobs sind Stellen frei
zuletzt aktualisiert: 03.11.2010 - 11:58
Düsseldorf (RPO). Unternehmen signalisieren weiterhin einen hohen Bedarf an Arbeitskräften. Das geht aus dem Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA)hervor. Die BA hat zudem die zehn Branchen ermittelt, in denen derzeit die meisten Stellen frei sind.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ermittelt monatlich die Berufe bzw. Branchen mit den meisten offenen Stellen. Im Oktober 2010 sind Verkäufer und Warenkaufleute mit 27.300 freien Stellen wie bereits im Vormonat (26.900) an der Spitze des Rankings. Branchen mit den meisten freien Stellen
Der Stellenindex (BA-X) erhöhte sich im Oktober um zwei auf 143 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg von 32 Punkten zu verzeichnen. Damit ist wieder ein Nachfrageniveau an Arbeitskräften erreicht, wie es vor der Wirtschaftskrise herrschte.
Nicht nur Zeitarbeiter gefragt
Zur schnellen Erholung beigetragen hat die flexible Nachfrage durch die Zeitarbeit. Aber auch im Einzelhandel, im Bausektor, in der Gastronomie, oder im Gesundheits- und Sozialwesen werden aktuell zahlreiche Mitarbeiter gesucht.
Über drei Viertel der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen sind Vollzeitstellen, ebenfalls mehr als drei Viertel sind Stellen für unbefristete Arbeitsverhältnisse. Teilweise klagen Unternehmen bereits wieder über Probleme, ausreichend (hoch-)qualifizierte Fachkräfte zu finden.
Aufschwung wirkt sich aus
„Der Arbeitsmarkt profitiert von der guten Konjunktur Die Arbeitslosigkeit sinkt, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Erwerbstätigkeit wachsen weiter kräftig und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) Frank-J. Weise.
Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober auf 2,945 Millionen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Oktober 283.000 weniger Arbeitslose registriert. Auch die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit), die die gesamte Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik umfasst, liegt unter Vorjahresniveau.
Quelle: rp-online.de
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Düsseldorf (RPO). Unternehmen signalisieren weiterhin einen hohen Bedarf an Arbeitskräften. Das geht aus dem Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA)hervor. Die BA hat zudem die zehn Branchen ermittelt, in denen derzeit die meisten Stellen frei sind.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ermittelt monatlich die Berufe bzw. Branchen mit den meisten offenen Stellen. Im Oktober 2010 sind Verkäufer und Warenkaufleute mit 27.300 freien Stellen wie bereits im Vormonat (26.900) an der Spitze des Rankings. Branchen mit den meisten freien Stellen
Der Stellenindex (BA-X) erhöhte sich im Oktober um zwei auf 143 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg von 32 Punkten zu verzeichnen. Damit ist wieder ein Nachfrageniveau an Arbeitskräften erreicht, wie es vor der Wirtschaftskrise herrschte.
Nicht nur Zeitarbeiter gefragt
Zur schnellen Erholung beigetragen hat die flexible Nachfrage durch die Zeitarbeit. Aber auch im Einzelhandel, im Bausektor, in der Gastronomie, oder im Gesundheits- und Sozialwesen werden aktuell zahlreiche Mitarbeiter gesucht.
Über drei Viertel der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen sind Vollzeitstellen, ebenfalls mehr als drei Viertel sind Stellen für unbefristete Arbeitsverhältnisse. Teilweise klagen Unternehmen bereits wieder über Probleme, ausreichend (hoch-)qualifizierte Fachkräfte zu finden.
Aufschwung wirkt sich aus
„Der Arbeitsmarkt profitiert von der guten Konjunktur Die Arbeitslosigkeit sinkt, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Erwerbstätigkeit wachsen weiter kräftig und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) Frank-J. Weise.
Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober auf 2,945 Millionen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Oktober 283.000 weniger Arbeitslose registriert. Auch die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit), die die gesamte Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik umfasst, liegt unter Vorjahresniveau.
Quelle: rp-online.de
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Donnerstag, 30. September 2010
Stahlindustrie: Gleiches Geld für Zeitarbeitnehmer
30.09.2010
Tarifparteien einigen sich - Arbeitskampf abgewendet
In der nach der Wirtschaftskrise wieder florierenden Stahlindustrie haben die Tarifparteien einen Arbeitskampf abgewendet. Die IG Metall und die Arbeitgeber vereinbarten am frühen Donnerstagmorgen für die 85.000 Beschäftigten in Nordwestdeutschland eine Lohnerhöhung von 3,6 Prozent ab Oktober. Zudem sagten die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde in Düsseldorf zu, Leiharbeitern die gleichen Stundenlöhne wie Festangestellten zu zahlen.
Der Abschluss gilt für Beschäftigte von Branchengrößen wie ThyssenKrupp, Salzgitter und ArcelorMittal. "Es war ein schwieriges Unterfangen", sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Helmut Koch, nach dem Ende der rund zehnstündigen Beratungen am Morgen. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 14 Monaten. Für den September würden 150 Euro gezahlt. Die IG Metall hatte sechs Prozent mehr Lohn und eine Gleichstellung der Leiharbeiter mit den Festangestellten gefordert. Vor allem mit einer Flächentarif-Regelung zu den Zeitarbeitern taten sich die Stahl-Unternehmen schwer. Sie wollten auch kein Exempel für andere Branchen mit Zeitarbeitern - etwa die Metall- oder die Bauindustrie - statuieren. "Die Leiharbeit hat bei uns nicht die Bedeutung wie in anderen Branchen", sagte Koch.
Rund drei Prozent Zeitarbeitnehmer
Der Anteil der Leiharbeiter liegt in der Stahlindustrie bei etwa bei drei Prozent. Schon jetzt würden viele der 3000 Leiharbeiter den gleichen Lohn erhalten, sagte Koch. Die Gewerkschaft will verhindern, dass die Unternehmen im Aufschwung verstärkt auf Zeitarbeiter zurückgreifen. Facharbeiter verdienen in der Stahlindustrie nach IG Metall-Angaben monatlich rund 2600 Euro brutto, Leiharbeiter etwa 20 Prozent weniger.
Starkes Signal
"Es ist ein starkes Signal, was den Umgang mit der Leiharbeit in Deutschland angeht", sagte der nordrhein-westfälische IG Metall-Chef Oliver Burkhard. Inwieweit die Regelung auf andere Branchen übertragen werden könne, ließ er offen. "Der Aufschwung darf nicht nur mit Leiharbeit gefahren werden." Auch die Lohnerhöhung könne sich sehen lassen. "Die Beschäftigten profitieren von dem Aufschwung." (...) (Reuters, 30.09.´10)
Quelle: IG-Zeitarbeit
In eigener Sache
Auf Lookajob.de finden Sie genau die Zeitarbeitsangebote, die Sie suchen - egal ob entleihendes Unternehmen oder Arbeitssuchende/r. Schauen Sie doch mal rein.
Tarifparteien einigen sich - Arbeitskampf abgewendet
In der nach der Wirtschaftskrise wieder florierenden Stahlindustrie haben die Tarifparteien einen Arbeitskampf abgewendet. Die IG Metall und die Arbeitgeber vereinbarten am frühen Donnerstagmorgen für die 85.000 Beschäftigten in Nordwestdeutschland eine Lohnerhöhung von 3,6 Prozent ab Oktober. Zudem sagten die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde in Düsseldorf zu, Leiharbeitern die gleichen Stundenlöhne wie Festangestellten zu zahlen.
Der Abschluss gilt für Beschäftigte von Branchengrößen wie ThyssenKrupp, Salzgitter und ArcelorMittal. "Es war ein schwieriges Unterfangen", sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Helmut Koch, nach dem Ende der rund zehnstündigen Beratungen am Morgen. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 14 Monaten. Für den September würden 150 Euro gezahlt. Die IG Metall hatte sechs Prozent mehr Lohn und eine Gleichstellung der Leiharbeiter mit den Festangestellten gefordert. Vor allem mit einer Flächentarif-Regelung zu den Zeitarbeitern taten sich die Stahl-Unternehmen schwer. Sie wollten auch kein Exempel für andere Branchen mit Zeitarbeitern - etwa die Metall- oder die Bauindustrie - statuieren. "Die Leiharbeit hat bei uns nicht die Bedeutung wie in anderen Branchen", sagte Koch.
Rund drei Prozent Zeitarbeitnehmer
Der Anteil der Leiharbeiter liegt in der Stahlindustrie bei etwa bei drei Prozent. Schon jetzt würden viele der 3000 Leiharbeiter den gleichen Lohn erhalten, sagte Koch. Die Gewerkschaft will verhindern, dass die Unternehmen im Aufschwung verstärkt auf Zeitarbeiter zurückgreifen. Facharbeiter verdienen in der Stahlindustrie nach IG Metall-Angaben monatlich rund 2600 Euro brutto, Leiharbeiter etwa 20 Prozent weniger.
Starkes Signal
"Es ist ein starkes Signal, was den Umgang mit der Leiharbeit in Deutschland angeht", sagte der nordrhein-westfälische IG Metall-Chef Oliver Burkhard. Inwieweit die Regelung auf andere Branchen übertragen werden könne, ließ er offen. "Der Aufschwung darf nicht nur mit Leiharbeit gefahren werden." Auch die Lohnerhöhung könne sich sehen lassen. "Die Beschäftigten profitieren von dem Aufschwung." (...) (Reuters, 30.09.´10)
Quelle: IG-Zeitarbeit
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Dienstag, 31. August 2010
"Warum Zeitarbeit unverzichtbar ist"
30.08.2010
Kommentar von Werner Sülberg, Geschäftsführer des Märkischen Arbeitgeberverbandes
Zeitarbeit ist umstritten. „Ausstieg statt Einstieg“, „Mies bezahlt und ohne Rechte“, „Ausbeutung trotz Aufschwung“, „Hire and Fire statt Festanstellung“ – mit solchen Schlagzeilen laufen Gewerkschaften, Sozialverbände und Teile der Politik öffentlichkeitswirksam gegen die Zeitarbeit Sturm. Doch so sehr sich damit auch Ängste schüren lassen, die Wirklichkeit sieht anders aus.
So dürfte selbst den Gegnern flexibler Beschäftigungsformen nicht entgangen sein, dass allein die Metall- und Elektro-Industrie von 2006 bis zum Ausbruch der Finanzkrise bundesweit 230.000 zusätzliche Stammarbeitsplätze geschaffen, aber nur weitere 60.000 Zeitarbeiter beschäftigt hat. Auf einen Zeitarbeitsjob kamen also vier neue Stammkräfte. Von einer systematischen Verdrängung regulärer Jobs durch Zeitarbeiter kann also keine Rede sein.
Flexibilitätspuffer
Im Gegenteil: Gerade die für unsere Region so wichtigen M+E-Unternehmen brauchen die Zeitarbeit als unverzichtbaren Flexibilitätspuffer. Sie passen damit ihr Personal an konjunkturell bedingte Schwankungen in der Produktion an und schützen so die Stammbelegschaften. Im Klartext: Zwar trennen sich die Betriebe in der Krise zuerst von den Zeitarbeitskräften, dafür holen sie diese im Aufschwung aber auch als Erste wieder zurück. Gerade wer vor einem halben Jahr den Abbau von Zeitarbeitsstellen massiv beklagt hat, darf darum jetzt deren Aufbau nicht behindern.
Signal für Erholung
Die Zeitarbeit ist ein erfreuliches Signal für die wirtschaftliche Erholung. Je mehr die Konjunktur aber an Fahrt aufnimmt, desto stärker entwickelt sich erfahrungsgemäß auch die Nachfrage nach neuem Stammpersonal. Falls diese Mechanik weiter stimmt, stehen auch dem heimischen Arbeitsmarkt die guten Zeiten erst noch bevor. Unbestritten sind die Verdienste der Zeitarbeit im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Schließlich gelingt es mit Hilfe dieses Instrumentes vielen Unternehmen, Arbeitsplätze an heimischen Standorten zu sichern, die sonst aus Kostengründen von der Auslagerung in andere Branchen oder ins Ausland bedroht sind.
Chance auf dem Arbeitsmarkt
Das ist vor allem für geringer qualifizierte Arbeitnehmer wichtig. Rund 50 Prozent der Zeitarbeitnehmer in den M+E-Betrieben sind an- und ungelernte Kräfte. Sie kommen zum größten Teil aus der Arbeitslosigkeit und haben dank der Zeitarbeit nun wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt – manche sogar eine Festanstellung erreicht.
Qualifikation
Es liegt aber auch auf der Hand, dass Zeitarbeiter hinsichtlich Einkommen und sonstiger Arbeitsbedingungen nicht automatisch mit der Stammbelegschaft gleichgestellt werden können. Aufgrund ihrer Betriebserfahrung, Qualifikation und meist anspruchsvollerer Aufgaben ist nun mal die Stamm-Mannschaft produktiver. Wer dort am Rad drehen und Zeitarbeiter vom ersten Tag an so bezahlen will wie die Stammbeschäftigten, kann die Zeitarbeit auch gleich ganz abschaffen – und mit ihr die Einstiegschancen für die Schwächeren am Arbeitsmarkt. (Blickpunkt Wirtschaft, 30.08.´10)
Quelle: IG-Zeitarbeit
In eigener Sache
Lookajob.de ist das Internetportal für Ihren Erfolg mit und in der Zeitarbeit. Hier suchen entleihende Unternehmen nach Personaldienstleistern und Zeitarbeitsfirmen, Zeitarbeitsfirmen suchen nach Personal oder schreiben einsatzfreies Stammpersonal aus, Arbeitssuchende suchen nach Arbeitsstellen in der Zeitarbeit - hier wird jeder Bedarf einfach und effektiv gedeckt.
Kommentar von Werner Sülberg, Geschäftsführer des Märkischen Arbeitgeberverbandes
Zeitarbeit ist umstritten. „Ausstieg statt Einstieg“, „Mies bezahlt und ohne Rechte“, „Ausbeutung trotz Aufschwung“, „Hire and Fire statt Festanstellung“ – mit solchen Schlagzeilen laufen Gewerkschaften, Sozialverbände und Teile der Politik öffentlichkeitswirksam gegen die Zeitarbeit Sturm. Doch so sehr sich damit auch Ängste schüren lassen, die Wirklichkeit sieht anders aus.
So dürfte selbst den Gegnern flexibler Beschäftigungsformen nicht entgangen sein, dass allein die Metall- und Elektro-Industrie von 2006 bis zum Ausbruch der Finanzkrise bundesweit 230.000 zusätzliche Stammarbeitsplätze geschaffen, aber nur weitere 60.000 Zeitarbeiter beschäftigt hat. Auf einen Zeitarbeitsjob kamen also vier neue Stammkräfte. Von einer systematischen Verdrängung regulärer Jobs durch Zeitarbeiter kann also keine Rede sein.
Flexibilitätspuffer
Im Gegenteil: Gerade die für unsere Region so wichtigen M+E-Unternehmen brauchen die Zeitarbeit als unverzichtbaren Flexibilitätspuffer. Sie passen damit ihr Personal an konjunkturell bedingte Schwankungen in der Produktion an und schützen so die Stammbelegschaften. Im Klartext: Zwar trennen sich die Betriebe in der Krise zuerst von den Zeitarbeitskräften, dafür holen sie diese im Aufschwung aber auch als Erste wieder zurück. Gerade wer vor einem halben Jahr den Abbau von Zeitarbeitsstellen massiv beklagt hat, darf darum jetzt deren Aufbau nicht behindern.
Signal für Erholung
Die Zeitarbeit ist ein erfreuliches Signal für die wirtschaftliche Erholung. Je mehr die Konjunktur aber an Fahrt aufnimmt, desto stärker entwickelt sich erfahrungsgemäß auch die Nachfrage nach neuem Stammpersonal. Falls diese Mechanik weiter stimmt, stehen auch dem heimischen Arbeitsmarkt die guten Zeiten erst noch bevor. Unbestritten sind die Verdienste der Zeitarbeit im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Schließlich gelingt es mit Hilfe dieses Instrumentes vielen Unternehmen, Arbeitsplätze an heimischen Standorten zu sichern, die sonst aus Kostengründen von der Auslagerung in andere Branchen oder ins Ausland bedroht sind.
Chance auf dem Arbeitsmarkt
Das ist vor allem für geringer qualifizierte Arbeitnehmer wichtig. Rund 50 Prozent der Zeitarbeitnehmer in den M+E-Betrieben sind an- und ungelernte Kräfte. Sie kommen zum größten Teil aus der Arbeitslosigkeit und haben dank der Zeitarbeit nun wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt – manche sogar eine Festanstellung erreicht.
Qualifikation
Es liegt aber auch auf der Hand, dass Zeitarbeiter hinsichtlich Einkommen und sonstiger Arbeitsbedingungen nicht automatisch mit der Stammbelegschaft gleichgestellt werden können. Aufgrund ihrer Betriebserfahrung, Qualifikation und meist anspruchsvollerer Aufgaben ist nun mal die Stamm-Mannschaft produktiver. Wer dort am Rad drehen und Zeitarbeiter vom ersten Tag an so bezahlen will wie die Stammbeschäftigten, kann die Zeitarbeit auch gleich ganz abschaffen – und mit ihr die Einstiegschancen für die Schwächeren am Arbeitsmarkt. (Blickpunkt Wirtschaft, 30.08.´10)
Quelle: IG-Zeitarbeit
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Donnerstag, 26. August 2010
Leiharbeiter können Verpflegungskosten absetzen
Mittwoch 25.08.2010, 11:40
Leiharbeiter können bei kurzfristigen Einsätzen in Unternehmen zusätzliche Verpflegungskosten steuerlich geltend machen. Das entschied der Bundesfinanzhof in München (BFH).
Wie aus dem am Mittwoch (25. August) veröffentlichten Urteil des BFH hervorgeht, können die Mehraufwendungen bei der Festsetzung der Einkommenssteuer als Werbungskosten abgezogen werden. „Eine solche Auswärtstätigkeit liegt unter anderem vor, wenn ein Arbeitnehmer vorübergehend von seiner Wohnung und dem Tätigkeitsmittelpunkt entfernt beruflich tätig ist“, entschieden die Richter (Aktenzeichen VI R 35/08).
Keine Auswärtstätigkeit sei es dagegen, wenn Leiharbeiter „der dauerhaft betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers“ zugeordnet seien und diese immer wieder aufsuchten. Geklagt hatte ein Hafenarbeiter, der von seinem Arbeitgeber kurzfristig an verschiedene Unternehmen ausgeliehen worden war. Den Mehraufwand für die Verpflegung in dieser Zeit wollte er bei seiner Einkommenssteuerveranlagung berücksichtigen lassen. Finanzamt und Finanzgericht lehnten dieses Begehren ab. Der Hafenarbeiter ging in Revision.
Mit dem Spruch hoben die Richter des BFH nun das angefochtene Urteil auf. Sie begründeten dies damit, dass der Leiharbeiter sich nicht darauf einrichten konnte, an einer regelmäßigen Arbeitsstätte dauerhaft tätig zu sein.
dpa
Quelle: Focus
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Lookajob.de ist das Internetportal für Arbeitssuchende, Zeitarbeitsfirmen und Entleiher. Immer wenn es um Zeitarbeit, Job- oder Auftragsvergabe geht sind Sie bei Lookajob.de an der richtigen Adresse.
Leiharbeiter können bei kurzfristigen Einsätzen in Unternehmen zusätzliche Verpflegungskosten steuerlich geltend machen. Das entschied der Bundesfinanzhof in München (BFH).
Wie aus dem am Mittwoch (25. August) veröffentlichten Urteil des BFH hervorgeht, können die Mehraufwendungen bei der Festsetzung der Einkommenssteuer als Werbungskosten abgezogen werden. „Eine solche Auswärtstätigkeit liegt unter anderem vor, wenn ein Arbeitnehmer vorübergehend von seiner Wohnung und dem Tätigkeitsmittelpunkt entfernt beruflich tätig ist“, entschieden die Richter (Aktenzeichen VI R 35/08).
Keine Auswärtstätigkeit sei es dagegen, wenn Leiharbeiter „der dauerhaft betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers“ zugeordnet seien und diese immer wieder aufsuchten. Geklagt hatte ein Hafenarbeiter, der von seinem Arbeitgeber kurzfristig an verschiedene Unternehmen ausgeliehen worden war. Den Mehraufwand für die Verpflegung in dieser Zeit wollte er bei seiner Einkommenssteuerveranlagung berücksichtigen lassen. Finanzamt und Finanzgericht lehnten dieses Begehren ab. Der Hafenarbeiter ging in Revision.
Mit dem Spruch hoben die Richter des BFH nun das angefochtene Urteil auf. Sie begründeten dies damit, dass der Leiharbeiter sich nicht darauf einrichten konnte, an einer regelmäßigen Arbeitsstätte dauerhaft tätig zu sein.
dpa
Quelle: Focus
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