Montag, 17. Mai 2010

Langzeitarbeitslose für Projekt gesucht

Für ein Projekt im Saarland suchen wir Langzeitarbeitslose, die der Arbeitslosigkeit entfliehen wollen und neue Wege erleben möchten wieder Erfolg im Leben zu haben.
Der Erfolg ist von Freiwilligkeit und Ihrem Willen zum Erfolg abhängig.

Voraussetzungen:

Status: ALG II - Empfänger

Wohnorte: Alt-Saarbrücken (14-20 Personen)
Malstadt-Burbach (14-20 Personen)
Dudweiler (14-20 Personen)
Riegelsberg (14-20 Personen)
Saarwellingen (14-20 Personen)
Beckingen (14-20 Personen)
Rehlingen-Siersburg(14-20 Personen)
St. Wendel (14-20 Personen)
Neunkirchen (14-20 Personen)
Ottweiler (14-20 Personen)
Schiffweiler (14-20 Personen)
Friedrichsthal (14-20 Personen)
Blieskastel (14-20 Personen)
Gersheim (14-20 Personen)
Sulzbach (14-20 Personen)
St. Ingbert (14-20 Personen)

Beruflicher Werdegang:
unwichtig - wichtig ist der Wille zur Veränderung

Mobilität:
unwichtig

Ausbildung:
unwichtig

Alter:
unwichtig

Wichtig:
Der absolute Wille zu Veränderung


Sie wollen mehr über dieses Projekt wissen?
Schicken Sie uns eine Email mit Ihren kompletten Daten
Vorname Name, Anschrift, Telefon
an projekt(at)lookajob.de.
Wir werden Ihre Daten dann entsprechend prüfen und eine Mitarbeiter/in wird mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Sollten Sie einfach nur auf Arbeitssuche sein und nicht am Projekt Ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen interessiert sein, so bewerben Sie sich einfach auf Lookajob.de auf die verschiedensten Stellenanzeigen.

Samstag, 15. Mai 2010

Das Ärgste scheint ausgestanden

Dettingen. Das Ärgste scheint ausgestanden. Viele Unternehmen in der Region blicken 2010 wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Allerdings setzen die Firmen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten verstärkt auf Leiharbeit.

So lautet zumindest das einhellige Fazit nach dem jüngsten Treffen der Unternehmer-Kontakt-Gruppe des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall. Auf Einladung der Bezirksgruppe Reutlingen trafen sich Vertreter von mehr als 20 Mitgliedsfirmen am Dienstag zum Meinungsaustausch beim Dettinger Automobilzulieferer Elring Klinger.

Für dessen Vorstandsvorsitzenden, Dr. Stefan Wolf, sind Leiharbeit und befristete Beschäftigungsverhältnisse wichtige Instrumente, die den Unternehmen in der Rezession "Luft verschafften". Vor allem in der Produktion müsse flexibel reagiert werden können. Auch bei Elring Klinger fielen 100 befristete Stellen weg. Dadurch habe man aber die Stammbelegschaft auf konstantem Niveau halten können, unterstrich der Vorstandsvorsitzende.

Angesichts massiver Umsatzrückgänge von teils bis zu 30 Prozent sei aber schon allein dies für viele Betriebe eine große Herausforderung gewesen, pflichtete Thomas Hösle bei. Wafios habe deshalb Mitarbeitern das Angebot gemacht, sie gehen zu lassen, wenn sie möchten, berichtete der Vorstandsvorsitzende des Reutlinger Maschinenbauers. Das gelte freilich ebenfalls in erster Linie für den produktiven Bereich. In Entwicklung, Service und Vertrieb werde nicht reduziert. "Da müssen wir stark bleiben."

Inzwischen haben die Mitgliedsfirmen im Schnitt sogar bereits wieder Beschäftigung aufgebaut, sagte der Hauptgeschäftsführer von Südwestmetall, Peer-Michael Dick. Denn hinsichtlich der Kurzarbeit sei der absolute Tiefpunkt bereits durchschritten. Johannes Ritzi, der Geschäftsführer der Reutlinger Bezirksgruppe, präsentierte in diesem Zusammenhang eine kleine - freilich wenig repräsentative - Umfrage, an der sich zehn Firmen aus der Region beteiligt hatten. Das Ergebnis offenbare verhaltenen Optimismus. Vier Unternehmen erwarteten einen leichten Anstieg der Beschäftigtenzahl, nur eines ging von einem weiteren Rückgang der Mitarbeiterzahl aus. Einig sind sich jedoch alle Befragten darin, dass sich die konjunkturelle Großwetterlage in diesem Jahr aufhellen wird.

Die Umfrage offenbare aber auch, "dass wir 2010 keine massiven Beschäftigungsimpulse erwarten können", betonte Wolf. Das ganze System sei anfälliger geworden, die wirtschaftliche Entwicklung daher "nicht mehr so planbar und sicher wie früher". Auch Hösle ist die Zeit der langfristigen Konjunkturzyklen vorbei. Stattdessen werde es eine "sehr viel volatilere Entwicklung" geben.

Die meisten Betriebe werden daher wohl vor allem auf befristete Beschäftigung und Leiharbeit setzen. Beim Strickmaschinenhersteller Stoll in Reutlingen wurde die Zahl der Leiharbeiter bereits wieder auf etwa 100 aufgestockt, sagte Geschäftsführer Dr. Martin Hermann.

Erbe Elektromedizin in Tübingen wolle im produktiven Bereich befristete Stellen besetzen, solange nicht klar sei, ob der positive Trend anhalte, erklärte Geschäftsführer Reiner Thede. Im Bereich Forschung und Entwicklung werde man aber vorwiegend unbefristet einstellen. Erbe verlagere sogar Arbeit aus China wieder nach Deutschland zurück. Vor allem aus Qualitätsgründen. Das sichere weitere Arbeitsplätze in Tübingen.

Auch das Thema "Kreditklemme" kam zur Sprache. Für Unternehmen mit geringer Eigenkapitalquote und starken Verlusten dürfte es tatsächlich schwierig sein, an frisches Geld zu kommen, glaubt Wolf. Von den anwesenden Firmen war davon freilich niemand betroffen. Banken sollten aber nicht nur nach diesen "hard facts" urteilen, findet Hösle. Mehr Sinn mache eine Art "Zukunfts-Rating", das die künftige Wettbewerbsfähigkeit einbeziehe. Vorbild könne hierbei die Commerzbank mit ihrem "Mittelstandsprogramm 2010" sein.

Quelle: http://www.swp.de/metzingen/lokales/ermstal/art5662,481713
Lookajob.de, die unabhängige Vermittlungsbörse für Zeitarbeitsaufträge und Arbeitsstellen in der Zeitarbeit bietet einfachste Möglichkeiten der Auftrags- und Stellenbesetzung

Zeitarbeit Die Branche will einen Mindestlohn

Zeitarbeit Die Branche will einen Mindestlohn

Cornelia Schmergal (Berlin)
14.05.2010

Das Bundesarbeitsministerium liebäugelt mit strengeren Regeln für die Zeitarbeit. Daher setzt die Branche auf den Mindestlohn.

Die Runde, die sich bei Ursula von der Leyen eingefunden hatte, gab sich reuig. Man werde alles tun, um Missbrauch in der Branche künftig zu verhindern, versprachen die Präsidenten der Zeitarbeitsverbände. Einen neuen Fall Schlecker werde es nicht geben, und anständige Löhne seien ohnehin Ehrensache. Für beides, das sicherten die Lobbyisten der Bundesarbeitsministerin an jenem Mittwoch im März zu, wolle die Branche schnell sorgen.

Ursula von der Leyen hat der Zeitarbeit ein Ultimatum gesetzt. Bis zur parlamentarischen Sommerpause im Juli will sie der Branche ein engeres Korsett verpassen. Sollten die Unternehmen selbst keine eigenen Vorschläge machen, werde der Gesetzgeber einschreiten. Und der baut längst vor: In ihrem Ressort hat die Arbeitsministerin eine politische Arbeitsgruppe eingesetzt, um Vorschläge für mehr Regulierung zu basteln. Und dass diese Pläne für die Zeitarbeitsindustrie unangenehm werden könnten, erkennt man schon daran, dass auch DGB-Chef Michael Sommer, IG-Metall-Vize Detlef Wetzel und Verdi-Vorstand Margret Mönig-Raane zu den Ratgebern gehören.
Zeitarbeitsbranche steht unter Druck

Die Branche steht unter Druck. Von Mai 2011 an gilt Freizügigkeit für alle europäischen Arbeitnehmer. Unternehmen mit Sitz in Polen könnten ihre Beschäftigten dann auch in Deutschland einsetzen. Polnische Zeitarbeitsfirmen bereiten sich darauf vor – mit Tariflöhnen von vier Euro.

Von der Leyen will daher, dass die Branche sich auf einen Mindestlohn-Tarifvertrag einigt. Was aber nicht einfach ist, wenn es mehrere Organisationen gibt, die sich spinnefeind sind. Im BZA (Bundesverband Zeitarbeit) und IGZ (Interessenverband Zeitarbeitsunternehmen) sammeln sich die Großen, die ihre Tarifabschlüsse mit dem DGB aushandeln. Dagegen kooperiert der mittelständische AMP mit den christlichen Gewerkschaften – und wird von der Konkurrenz als Billigheimer beschimpft. Nun aber haben alle drei Verbände Lohnuntergrenzen von etwa 7,60 Euro vorgeschlagen. Nur ein gemeinsamer Vertrag fehlt noch.

Dabei gilt der Mindestlohn als das kleinere Übel. Viel größer ist die Angst der Branche vor strengeren Gesetzen. Daher haben alle Verbände jetzt auch „Anti-Schlecker-Klauseln“ vorgelegt: Künftig sollen Tarifverträge nicht gelten, wenn Unternehmen Beschäftigte entlassen und bei konzerneigenen Zeitarbeitsfirmen anstellen. Zeitarbeiter müssten dann bezahlt werden wie die Stammbelegschaft. Das Ministerium prüft derzeit, ob diese Klausel ausreicht.

Und falls nicht? Dann kann sich selbst die FDP-Fraktion politische Eingriffe vorstellen. „Wir müssen Missbrauch der Zeitarbeit verhindern“, sagt Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel. Falls die Branche das Problem nicht über einen belastbaren Tarifvertrag löse, müsse der Gesetzgeber eingreifen, etwa „über ein klares Verbot der konzerninternen Überlassung“.

Die Gewerkschafter haben der Arbeitsministerin sogar einen noch etwas strengeren Vorschlag gemacht: gleicher Lohn für gleiche Arbeit – generell vom ersten Tag an.

Quelle: http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/die-branche-will-einen-mindestlohn-429794/

Lookajob.de ist die bundesweite unabhängige Zeitarbeitsvermittlung. Hier finden Sie Arbeitsstellen in der Zeitarbeit, einsatzfreies Stammpersonal von Zeitarbeitsunternehmen und Kundenaufträge und Ausschreibungen von Entleihern. Besuchen Sie Lookajob.de

Sonntag, 9. Mai 2010

Leiharbeit entzweit Metaller

«Monster» Leiharbeit entzweit Metaller
Die IG Metall will das angebliche Ungeheuer zähmen – die Arbeitgeber sehen sich darauf angewiesen Leiharbeiter sollen den gleichen Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft. Ihre Chancen stehen nicht schlecht, obwohl Arbeitgeber mit Job-Verlagerungen drohen.
Frankfurt. Wenn der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm dieser Tage gegen Leiharbeit wettert, klingt dies, als kämpfe er gegen ein gefährliches Monster: «Klauen stutzen! Zähne ziehen», fordert der 74-Jährige dann. Schließlich gehe es um den «Kampf gegen Sklaverei».
Dass Blüm so vehement gegen das angebliche Monster zu Felde zieht, hat seinen guten Grund: Er ist einer der Schirmherren der Initiative «Gleiche Arbeit – gleicher Lohn». Eine Initiative, die die IG Metall ins Leben gerufen hat. Unterstützt wird die Gewerkschaft von zwei weiteren Ex-Arbeitsministern: Walter Riester und Herbert Ehrenberg. Die IG Metall will, dass Leiharbeiter nur zeitlich befristet in Unternehmen geholt werden dürfen. Zudem sollen sie von Anfang an den gleichen Lohn erhalten wie die Stammbelegschaften – so wie es eine EU-Richtlinie vorschreibt. Diese soll die Bundesregierung so umsetzen, dass Ausnahmen nicht mehr erlaubt sind. Denn die Leiharbeit sei, so auch Riester, «völlig aus dem Ruder gelaufen.» Der Leiharbeiter werde behandelt «wie ein Ersatzteil: einwechseln, auswechseln».
Der Zeitpunkt für die Kampagne ist gut gewählt: Nachdem die deutsche Industrie in der globalen Finanzkrise zuerst das Gros der Leiharbeiter nach Hause schicken musste, sind es nun im Zuge des beginnenden konjunkturellen Aufschwungs genau diese Leiharbeiter, auf die die Unternehmen wieder setzen.
Auch die Betriebe der hessischen Metall- und Elektroindustrie stellen vorerst nur Zeitarbeiter ein, wie Dieter Weidemann, Präsident des Arbeitgeberverbandes Hessenmetall, gestern in Frankfurt auf Anfrage dieser Zeitung einräumte. «Wir brauchen die Zeitarbeit», sagte Weidemann, «sie ist ein wichtiges Flexibilisierungsinstrument in der starren deutschen Arbeitsregelung.» Zwar sei ein Aufschwung in der Branche zu verzeichnen. «Aber so lange wir nicht absehen können, ob er dauerhaft ist, sind Festanstellungen zu riskant», so Weidemann.
Das passt ins Bild, das die gestern vorgelegte Betriebsumfrage des Arbeitgeberverbandes vermittelt: Demnach wird die Stammbelegschaft in der hessischen Branche zwischen Herbst 2009 und Herbst 2010 noch einmal um etwa 1,6 Prozent schrumpfen. Seit Herbst 2008 ist bereits etwa jeder 20. von 210 000 Jobs gestrichen worden. Dagegen ist in den vergangenen sechs Monaten die Zahl der Leiharbeiter sprunghaft angestiegen, um 73 Prozent. Für das kommende halbe Jahr rechnet Hessenmetall hier mit einem weiteren Anstieg um 23 Prozent.
Den Vorwurf, dass die Industrie Festanstellungen durch schlechter bezahlte Leiharbeiter ersetze, weist der Verband allerdings zurück. «In der Aufschwungphase vor der Krise holten wir zwar sehr viele Zeitarbeiter. Aber gleichzeitig erhöhten wir die Stammbelegschaft», erinnert Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender. Derzeit betrage der Anteil der Zeitarbeiter an der Stammbelegschaft der Branche gerade mal sechs Prozent. Außerdem gelte es zu berücksichtigen, dass rund 20 bis 30 Prozent der Leiharbeiter über die Zeitarbeit eine dauerhafte Beschäftigung fänden. «Wir können nur davor warnen, die Zeitarbeit zu verteuern», sagte Weidemann. Davon hätte letztlich niemand etwas, weil dann die Arbeit ins Ausland verlagert werden müsste.

Gleichwohl scheinen die Chancen der Gewerkschaft, sich durchzusetzen, nicht schlecht: Inzwischen prüft auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen gesetzgeberische Schritte. Sie ist nicht nur aufgeschreckt worden von zahlreichen Missbrauchsfällen wie bei Schlecker. Sie steht in Sachen Zeitarbeit auch unter Druck, weil 2011 die Grenzen für osteuropäische Arbeitnehmer geöffnet werden. Und dann drohen Dumpinglöhne, die Lohnkonkurrenz noch erheblich zu verschärfen.

Quelle: http://www.fnp.de/fnp/welt/wirtschaft/monster-leiharbeit-entzweit-metaller_rmn01.c.7654995.de.html

Lookajob.de ist das Arbeitsmaktportal für die Besetzung offener Arbeitsstellen in der Zeitarbeit.

Samstag, 8. Mai 2010

Zeitarbeit als Chance

"Es war einwandfrei als Zeitarbeiter"

(Berlin, 07.05.2010) Trotz der Diffamierung der Zeitarbeit als "Monster" sehen Arbeitnehmer sehr wohl die Chancen, die ihnen die Branche eröffnet.

Auch wenn nach einigen Medienberichten der Eindruck entstehen könnte, dass Zeitarbeit für Mitarbeiter nur negativ sei, sehen Arbeitnehmer die Situation viel differenzierter und vor allem realistisch. "Es war einwandfrei als Zeitarbeiter, deswegen will ich es wieder machen", zitiert die Ostsee-Zeitung einen Arbeits- suchenden. Er sei als Zeitarbeitnehmer zufrieden gewesen - mit der Arbeit, der Bezahlung und dem Betriebsklima.

Weil er mit seinem Job bei einem Personaldienstleister zufrieden war, sucht der 50 Jährige wieder eine Anstellung in der Zeitarbeit. " Ich suche Arbeit, aber mit 50 hab ich kaum noch Chancen", schätzt er seine Situation ein. Ähnlich sieht das auch ein 57 Jahre alter Schweißer. "Über die Zeitarbeit kommt man in die Firma rein."

Dass Zeitarbeit gerade Arbeitslosen Perspektiven bietet, betont auch Dr. Helfried Wendt von der Bundesagentur für Arbeit in Wismar. "Bevor man arbeitslos ist und gar nichts tut, sollte man es lieber über die Zeitarbeit versuchen, so bleibt man auch fit für den Arbeitsmarkt." Diese Chancen würden schlagartig zunichte gemacht, wenn Forderungen wie Equal Pay ab dem ersten Einsatztag von Zeitarbeitskräften und eine Höchsteinsatzdauer von drei Monaten umgesetzt werden würden.

Quelle: http://www.amp-info.de/AMP-Aktuell.11+M53fbc123a8a.0.html

Lookajob.de bietet Arbeitssuchenden als unabhängiges Arbeitsmarktportal nur für Jobs in der Zeitarbeit beste Perspektiven bundesweit bei verschiedensten Zeitarbeitsunternehmen Arbeit zu finden. Mit unserem Kooperationspartner Dialog4you haben Unternehmen die Möglichkeit ihr Personal entsprechend coachen zu lassen.

Zeitarbeit hat zahlreiche Vorteile

"Zeitarbeit hat zahlreiche Vorteile"
06.05.2010

CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Sternberg im Gespräch mit iGZ-Hauptgeschäftsführer RA Werner Stolz

Welche Optionen bietet die Kurzarbeit Arbeitnehmern und Arbeitgebern? Wie steht es um die tariflichen Vereinbarungen bei den Zeitarbeitsunternehmen? Diese und viele weitere Aspekte diskutierten RA Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ) und der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Sternberg.

"Ich freue mich sehr, dass ich heute bei Ihnen zu Gast sein kann, dem mitgliederstärksten Arbeitgeberverband der Zeitarbeitsbranche. Und besonders freue ich mich darüber, dass Sie ihren Sitz hier in Münster haben", sagte Thomas Sternberg zur Begrüßung.

Grundlagen für faire Zeitarbeit

Im Gespräch zeichnete Werner Stolz die Grundlagen, zu denen faire und transparente Zeitarbeit gestaltet wird, auf. "Man muss unterstreichen, dass die Zeitarbeit vielen Arbeitnehmern einen Einstieg in ein langfristiges Arbeitsverhältnis ermöglicht. Daher ist die Zeitarbeit ein arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Integration in den Arbeitsmarkt, das nicht seitens des Staates subventionieret werden muss", erläutert der Hauptgeschäftsführer des iGZ. Darüber hinaus dürfe man nicht vergessen, so Stolz, das zahlreiche Arbeitnehmer dauerhaft bei Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt seien und nur die Einsatzbetriebe wechselten.

Entlohnung

"Die Arbeitnehmer, die bei Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt sind, werden zudem selbstverständlich durchgehend entlohnt, auch wenn kurzfristig kein Einsatzbetrieb zur Verfügung steht. Darüber hinaus gelten zweifelsohne alle gesetzlichen Bestimmungen wie z.B. die gesetzliche Kündigungsfrist. Das wissen jedoch viele Menschen nicht", gibt Werner Stolz zu bedenken.

Zahlreiche Vorteile der Zeitarbeit

Prof. Sternberg sieht generell zahlreiche Vorteile in der Zeitarbeit, so könnten Unternehmen beispielsweise kurzzeitige Produktionsspitzen mit Hilfe der Zeitarbeit abfedern. Hinsichtlich der Bezahlung und Tarifabschlüsse sagt Prof. Sternberg: "Grundsätzlich bin ich für einen Mindestlohn, aber wenn dieser zwischen den Tarifpartnern ausgehandelt wird. Das ist ein hohes ordnungspolitisches Gut, in das der Staat und die Politik auf keinen Fall eingreifen dürfen."

Zeitarbeit trotz Krise konstant

Im Hinblick auf die Münsteraner Zahlen zeigt sich deutlich, dass die Zeitarbeit, nicht wie oftmals vermutet, in Zeiten der Krise starke Einbrüche hinnehmen muss. Die Zeitarbeitskräfte blieben trotz der Wirtschaftskrise konstant. Insgesamt sind 3800 Zeitarbeitskräfte derzeit in Münster beschäftigt, das entspricht bei insgesamt 137.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt einem Anteil von 1,6% (Stand April 2010).

Kein Pardon für schwarze Schafe

Einig sind sich Thomas Sternberg und Werner Stolz darüber, dass für "schwarze Schafe" innerhalb der Zeitarbeitsbranche kein Pardon gelten dürfe und dass deren unzulässigen Praktiken unverzüglich geahndet werden müssen. "Auf der anderen Seite muss jedoch in der Öffentlichkeit deutlich gemacht werden, dass die Zeitarbeitsunternehmen alles andere als eine ‚Schmuddelbranche' sind", betont Prof. Sternberg zum Abschluss des Gesprächs.

Quelle: http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/6411

Auch Lookajob.de - Ihre Auftragsbörse Zeitarbeit - bietet Ihnen alle diese Vorteile moderner Zeitarbeit und noch viel mehr.

Freitag, 7. Mai 2010

Leiharbeit - Keine Beschäftigung zweiter Klasse

Leiharbeit Keine Beschäftigung zweiter Klasse

07.05.2010



Von Sibylle Haas

Der Geschäftsführer der Zeitarbeitsfirma Adecco kämpft gegen das schlechte Image der Leiharbeit. Er sieht in ihr vor allem ein Karrieresprungbrett.
Adecco Leiharbeit

Andreas Dinges ärgert sich momentan über vieles in seiner Branche. Der 50-Jährige ist Geschäftsführer der deutschen Adecco-Gruppe. Derzeit stimmen den Chef der Zeitarbeitsfirma zwei Sachen missmutig: Das ist der Missbrauch der Leiharbeit auf der einen und die Skandalisierungskampagne der Gewerkschaften auf der anderen Seite.

Auf dem Holzweg

Mit Blick auf den Drogeriemarktbetreiber Schlecker sagt Dinges: "Solche Machenschaften schaden unserer Branche total." Schlecker hatte Stammpersonal durch Zeitarbeitnehmer ersetzt, die von einer konzerneigenen Leiharbeitsfirma vermittelt wurden. "Wer die Zeitarbeit nutzt, um die Löhne zu drücken, ist auf dem Holzweg", sagt Dinges.

"Moderne Form der Ausbeutung"

Das ist auch das Anliegen der Gewerkschaften. Die IG Metall überschreibt ihre Kampagne zur Leiharbeit mit den Worten "Leiharbeit ist moderne Form der Ausbeutung". Über solche Aussagen kann sich Dinges nur wundern. "Unser Verband hat vor zwei Monaten mit der DGB-Tarifgemeinschaft einen neuen Tarifvertrag geschlossen. Auch die IG Metall hat zugestimmt." Nun mache sie im Grunde den eigenen Tarifvertrag schlecht. Danach beträgt der niedrigste Lohn vom 1. Juli an in Westdeutschland 7,60Euro und im Osten 6,65 Euro. In der höchsten Tarifgruppe, nach der unter anderem Akademiker bezahlt werden, liegen die Westlöhne bei 17,11 Euro und die Ostlöhne bei 14,88 Euro.

Die Adecco-Gruppe ist die größte Zeitarbeitsfirma der Welt und in Deutschland nach Randstad die Nummer zwei. Allein schon wegen seiner Größe wird der Konzern, der hierzulande 30.000 Zeitarbeitnehmer beschäftigt und knapp eine Milliarde Euro umsetzt, auch zur Zielscheibe gewerkschaftlicher Kritik. Vorwürfe, wonach die Firma über Subunternehmer Leiharbeiter zu schlechteren Bedingungen beschäftigt, weist Dinges weit von sich. Selbst in der Adecco Outsourcing GmbH, die allerdings keine Zeitarbeitsfirma sei, würden die Beschäftigten nach dem Konzerntarif bezahlt. "Wir wollen die Mitarbeiter nicht schlechter stellen als im Rest des Konzerns", sagt Dinges.

Zurück in den Job

Von einer gesetzlichen Regulierung der Zeitarbeit, wie sie die Gewerkschaften fordern, hält der Adecco-Chef gar nichts. Ziel der Arbeitsmarktreform, zu der auch die Deregulierung der Zeitarbeit zählt, war es, Arbeitslose wieder in Jobs zu bringen. Die Zeitarbeit habe das geschafft, betont Dinges. Auch eine gesetzlich vorgeschriebene Höchstgrenze der Leiharbeiter in den Betrieben hält er für unsinnig. "Das nimmt den Firmen die Flexibilität. Gerade dafür steht ja die Zeitarbeit."

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/382/510501/text/

Lookajob.de bietet Ihnen alle Vorteile der Zeitarbeit und der moderenen Personalflexibilität als unabhängiges, freies Internetportal. Besuchen Sie uns noch heute.